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Muskateller haftet leider das Image an, füllig, süßlich und Intensiv zu sein. Doch immer mehr Produzenten produzieren leichte, filigrane und trockene (!) Weine aus dieser klassischen und durchaus renommierten Rebsorte. Ob Tement im Südsteiermark oder Müller Catoir aus der Pfalz - immer mehr überraschend spannende Weine sind zu finden. Nicht dahinter verstecken muss sich dieser trockene Muskateller aus Baden vom Bio-Weingut Wöhrle. Im Duft feine Noten von Rosenblüten, Litschi und Mirabelle, im Mund frisch und saftig, zugleich aber mit einer gewissen Spannung und Mineralität unterlegt und eben trocken im Abgang. Das kann sich auch hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten paaren, sofern diese mit Röstaromen und/oder leichten Gewürzen/Kräutern zubereitet wurden. Aber auch so kommt der Wein durchaus bei vielen, ob jung oder alt, mit seinen bezaubernden Aromen sehr gut an und ist keinesfalls kompliziert.
| Herkunftsland (aus:): | Deutschland |
|---|---|
| Gebiet: | Baden |
| Rebsorte: | Muskat |
| Geschmack: | Weißwein - leicht und trocken |
| Laune: | Als Aperitif , Gute Weine für jeden Tag , Partyweine , Sommerwein , Weine bis 12,5 % Alkohol , Zu Käse |
| Bio-Zertifikat: | bio zertifiziert |
| Bewirtschaftung: | EU-Bio |
| Öko-Kontrollstelle: | DE-ÖKO-003 |
| Barrique: | nein |
| Allergiehinweis / Allergene Stoffe: | enthält Sulfite |
| Verschlussart: | Schraubverschluss Stelvin |
| Erzeuger/Importeur oder verantw. Lebensmittelunternehmen: | Weingut Wöhrle, Weinbergstr. 3, D-77933 Lahr |
| Alkoholgehalt in vol.%: | 11,0 |
|---|---|
| Brennwert Kj je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 260 |
| Brennwert Kcal je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 62 |
| Kohlenhydrate je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 1,1 |
| - davon Zucker je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 0,23 |
| Enthält geringfügige Mengen von: | Fett, gesättigten Fettsäuren, Eiweiß und Salz |
Der Produzent: Wöhrle
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann ich das erste Mal dieses Weingut besucht habe. Damals hatten Tanja und Markus Wöhrle das Weingut von den Eltern übernommen, die dieses wiederum erst 1979 von der Stadt Lahr gepachtet hatten. Das Weingut wurde 2013 umbenannt, der Weg damals aus meiner Sicht noch recht offen und die Weine waren herausfordernd und recht schlank. Ich glaube aber, es war kein Zufall und im Grund schon eine Art Vision da. Das ist länger her und die Dinge ändern sich.
Großen Respekt habe ich vor der Weitsicht und Risikobereitschaft der Wöhrles. Die Lage im nördlichen Baden am Schutterlindenberg, einem 287 Meter hohen Ausläufer des Schwarzwaldes, war damals gewagt, da klimatisch sehr von kühlen (und feuchten) Westwinden und den „Durchzug“ ins Schuttertal geprägt. Doch gerade dieser Einfluss spielt ihnen heute in die Hände: Die Klimaerwärmung, gerade im Oberrheintal, wird langsam zu einem kritischen Problem der Winzer. Wer aber kühlere Zonen besitzt, z. B. Hanglagen mit östlicher Ausrichtung und im Einflussbereich des Schwarzwaldes, der hat nun große Vorteile. Die Temperaturen und die Feuchtigkeit sind ideal, um elegante und zeitgemäße Weine zu produzieren. Wenn man dann noch, wie Tanja und Markus, auf die angesehenen Burgundersorten und biologische Anbauweise setzt, hat man gewonnen!
Die heutigen Weine sind eine Fortführung der Vision in Verbindung mit einer Lage, die heute noch Potential hat. Der Stil ist überwiegend burgundisch, also in Richtung Eleganz, mineralischer Struktur und zurückhaltendem Holzeinsatz. Der Alkoholgehalt der Weine ist niemals dominant und die Aromen sind daher authentisch und fein. Weiter so!