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Ist er nun ein Klassiker oder nicht, der Montepulciano d'Abruzzo? Dazu musste ich erneut (nach mehreren Jahren) in die Abruzzen reisen, um aktuellen Trends in dieser Region nachzugehen. Hier gibt es mehr Informationen über die Abruzzen.
Dieser Montepulciano d'Abruzzo bekam aktuell eine sehr hohe Auszeichnung vom Decanter und das Weingut ist überglücklich darüber. Denn es hilft vor allem im Ausland, das Image eines Weines und eines Weingutes zu fördern. Natürlich finde ich die Auszeichnung gerechtfertigt, denn ich hatte den Wein schon davor entdeckt und eine Zusammenarbeit mit Tre Gemme begonnen. Tiefdunkel im Glas, tolle Frucht nach dunkler Kirsche, Zwetschge und Trauben und ein bisschen was Vegetales, vielleicht Birkenrinde und Unterholz, regen den Gaumen an. Stoffig, kernig und sehr einnehmend dann im Mund. Frische, dunkelrote, violette Fruchtsorten sind sehr präsent, kein Holz - denn der Wein wurde nur im Stahltank vergoren und anschließend in Zementtanks viele Monate ausgebaut. 8 bis 10 Stunden auf der Maische reichten, um viel Frucht und ausreichend Gerbstoffe zu liefern. Und genau das ist die Stärke eines guten Montepulciano d'Abruzzo - diese Wucht an Frucht mit ausreichend Rückgrat und Struktur durch die Tannine. Klar, man darf kein Gegner von Tanninen sein, aber dann dürfte man auch keinen Sangiovese oder Nebbiolo mögen. Doch Angst muss man vor diesem Wein nicht haben, denn er ist eher auf der milden Seite der „Montis“ angesiedelt. Nicht rustikal oder deftig und gedacht, um ihn relativ jung zu trinken, wobei er aber sehr wohl noch mehrere Jahre in der Flasche reifen kann. Dabei wird er runder und weicher, aber auch etwas weniger fruchtig. Jetzt ist er ausgezeichnet zu allem, was mit Fleisch zu tun hat, vor allem wenn Röst- und Grillaromen inklusive (!) Kräutern und Gewürzen präsent sind. Er passt sogar zu weniger pikanten Grillsaucen - wovon ich sonst eher abraten würde! Eine gute Tomatensauce freut sich ebenso darauf.
| Herkunftsland (aus:): | Italien |
|---|---|
| Gebiet: | Abruzzen |
| Rebsorte: | Montepulciano |
| Geschmack: | Rotwein - kraftvoll und trocken - ohne Barrique |
| Laune: | Zum festlichen Anlass |
| Bio-Zertifikat: | bio zertifiziert |
| Bewirtschaftung: | Agricultura Bio Italia |
| Öko-Kontrollstelle: | IT-BIO-009 |
| Allergiehinweis / Allergene Stoffe: | enthält Sulfite |
| Gerbstoffe: | griffig |
| Erzeuger/Importeur oder verantw. Lebensmittelunternehmen: | Tenuta Tre Gemme srl C.da Varano – Catignano (PE) – Italy |
| Alkoholgehalt in vol.%: | 13,5 |
|---|---|
| Brennwert Kj je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 321 |
| Brennwert Kcal je 100g (je 100ml bei Flüssigkeiten): | 77 |
| Kohlenhydrate je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 1,0 |
| - davon Zucker je 100g (Gramm je 100ml bei Flüssigkeiten): | 0,2 |
| Enthält geringfügige Mengen von: | Fett, gesättigten Fettsäuren, Eiweiß und Salz |
| Zutaten: | Trauben, Antioxidationsmittel (L-Ascorbinsäure), Konservierungsstoff (Schwefeldioxid) |
Der Produzent: Tenuta Tre Gemme
Das Weingut Tre Gemme liegt am Rande des Dorfes Catignano, südwestlich der Küstenstadt Pescara, etwa auf halber Strecke vom Meer in die Berge. Wie zahlreiche andere Weingüter befindet es sich innerhalb eines der vielen Täler, die von den Apenninen zum Meer führen, und erhält somit regelmäßig Winde, je nach Wetterlage vom oder zum Meer. Das bringt meist kleinere Temperaturabkühlungen, vor allem aber eine trocknende Wirkung - gut gegen einen eventuell auftretenden Pilzbefall.
Mit 70 Hektar Reben gehört es zu den größeren Weingütern und arbeitet seit Jahren biologisch zertifiziert. Teils wird noch mit dem traditionellen Tendone-System gearbeitet (eine Art Pergola), teils aber auch mit dem modernerem Guyot-System, welches dann maschinell bearbeitet werden kann. So wirkt das Weingut auch technisch fortgeschritten und erinnert mit seinen eher ebenen Weinlagen an ein Weingut in Rheinhessen oder gar Kalifornien. Die Gebäude sind überwiegend aus den 60er Jahren, aber Anfang dieses Jahrzehnts kernsaniert. Man hat die Zementtanks übernommen und modernisiert und verfügt damit über einen „wiederentdeckten“ Schatz. Diese Tanks, teilweise in den Boden gesetzt, kühlen den Inhalt ohne großen Energiebedarf und eignen sich durchaus für die Herstellung hochwertiger Weine. Natürlich verwendet man auch Holzfässer, ob Tonneaux oder Barriques, und seit geraumer Zeit Amphoren, um bestimmte Weine reifen zu lassen. Ein bekannter italienischer Önologe berät das Weingut und der Stil der Weine ist seit einigen Jahren moderner und von konstant hoher Qualität.